How will you measure your life? Teil 1

Clayton M. Christensen über Erfüllung im Berufs- und Privatleben

Dies ist der erste Part unserer dreiteiligen Serie über das Werk des erfolgreichen Wirtschaftswissenschaftlers und Autors Clayton Christensen.  In „How Will You Measure Your Life“ legt der Autor unter den drei großen Themenbereichen „Finding Happiness in Your Career“, „Finding Happines in Your Relationships“ und „Staying out of Jail“ maßgebliche Prinzipien dar, durch deren Anwendung man aus seiner Sicht ein glückliches und erfülltes Leben erreichen kann. Was können Sie von seinen Ideen mitnehmen?

 

Teil 1: Finding Happiness in Your Career

Get Motivation – Love the Job

Ein weithin akzeptierter Ansatz, den Zusammenhang von Erwerbstätigkeit und Motivation zu erklären, ist die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg. Demnach spielen sogenannte Hygienefaktoren und Motivatoren eine Rolle. Hygienefaktoren sind beispielsweise finanzielle Absicherung, Arbeitsbedingungen, Status. Sind diese Faktoren nicht erfüllt, so führt dies zu Unzufriedenheit. Sind sie erfüllt, führt dies zwar zur Abwesenheit kompletter Unzufriedenheit, aber noch nicht zu Zufriedenheit. Hierfür sind Motivatoren bedeutend. Dazu zählen interessante Tätigkeiten, Verantwortung, Anerkennung und persönliche Weiterentwicklung. Sind diese Kriterien vorhanden, kann Zufriedenheit erlangt werden.

Sort through your choices

Laut Christensen ist eine Strategie das, was man erreichen möchte und wie man dort hinkommt. Grundsätzlich kann zwischen bewusst geplanten Strategien und zufallsbedingten (disruptive) Strategien unterschieden werden. Generell wird bei der Planung von Projekten auf die erfolgversprechendsten Strategien gesetzt. Jedoch können auch unerwartete Situationen auftreten, aus denen sich Alternativen ergeben. Je nach Situation und Einstellung kann von der ursprünglich geplanten Strategie abgewichen und eine sich aus der Gelegenheit ergebende Strategie verfolgt werden. Im weiteren Verlauf wird die zufallsbedingte Strategie wiederum zur bewusst geplanten, wenn sie in die allgemeine Projektplanung integriert wird. Diese Entwicklung liegt dem zugrunde, was Christensen als Disruptive Innovation bezeichnet.

Thesen testen: Es sei ratsam, bei der Planung von Projekten eine Thesenliste zu erstellen, die diejenigen Annahmen enthält, die sich bewahrheiten müssen, damit das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann. Sie sollte mit den wichtigsten, jedoch unsichersten Annahmen beginnen und mit den unwichtigsten und sichersten enden. Auf diese Weise können unbewusst und fälschlich gezogene Rückschlüsse rechtzeitig identifiziert und somit Fehler und finanzieller Schaden verhindert werden.

Watch where your resources flow

Wir verfügen über begrenzte persönliche Ressourcen. Unsere Zeit, Energie, Begeisterung etc. muss auf mehrere Lebensbereiche, z.B. Beruf, Familie, Verein oder Gemeinde, aufgeteilt werden. Hierbei ist es wichtig, sich die eigenen Prioritäten bewusst zu machen und vor allem, dementsprechend zu handeln. Den Dingen, die uns wichtig sind, sollten wir einen Teil unserer Ressourcen einräumen, auch wenn keine unmittelbaren Konsequenzen drohen, täten wir es nicht. Es ist ein häufig auftretendes Problem, dass private Beziehungen bei starker Eingebundenheit im Job zurückstecken müssen. Dabei hat man i.d.R. keine unmittelbaren Sanktionen vom Partner, Freunden oder Familie zu befürchten. Jedoch besteht die Gefahr, dass die Beziehungen auf Dauer leiden. Es gilt, kurzfristige und langfristige Effekte des eigenen Handelns abzuwägen. Auf lange Sicht wird das Zuteilen unserer Ressourcen im Verhältnis zu unseren Prioritäten die erfolgreichere Strategie sein.

 

Quelle: Christensen, Allworth, Dillon: How Will You Measure Your Life? HarperCollinsPublishers, London, 2012.

 

Lesen Sie auch:
Teil 2: Finding Happines in Your Relationships
Teil 3: Staying out of Jail

 

www.claytonchristensen.com

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